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logo Grande Zurigo 21.10.2017 8:26 UhrGrêmio
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Grêmio SPIELBERICHT:
Linie
Grêmio Porto Riesbach – 2. FC Brennivin: 3 – 7

Gremio: Thorhüter Goal?-Pah!, Manu, Marc, Chrigi, Luki, Eisterer, Arne, Dimitri, Bolo, Pietro, François, Dani, Maki, +???

Tore: 5. 1:0 Luki (P), irgendwann 2:x Luki und 3:x ???

Herausragend: Alexander der Grosse in der Schlacht bei Issos im Jahr 333

Keine fünf Minuten waren gespielt, als der Schiedsrichter auf Handselfmeter pfiff oder auf Faul. Luki Imbach legte sich den Ball zurecht, mehrere Brennivisten standen bei ihm, keiner von Grêmio. Wir wussten das Ding à priori im Kasten. „Und richtig“[1]: Tor, einszunull, Ohrensessel wir kommen! Das Spiel war so gut wie nach Hause gekarrt…

Rudi Völler und zusammen Giovanni Trapattoni Grêmio können keine Beine gemacht hätten oder: wo Karpf versagt, ist Hopfen und Malz vergoren. Bis zur Hälfte des Spiels stand es 1:3, ein fabelhafter Querpass von M. R.[2] und zwei Konter mit ca. 100'000 Stürmern gegen 2 Verteidiger hatten die Situation gekehrt. Jetzt wissen wir, was Frodo & Co. beim Anblick der Heerscharen halbtoter Grüsel in Mittelerde empfunden haben müssen: „Zut alors!“

Kurz vor der Pause erklärte Bolo einem Gegenspieler von der Bank aus, dass die Mittellinie – nomen est omen – in der Mitte anzutreffen sei, und sorgte damit wenigstens für den verbalen Sieg in der ersten Hälfte des Spiels.

In der Pause rappelten wir uns auf, zeigten Rückgrat und prophezeiten die Wende. Doch, es kam anders: innert vier Minuten schlug es viermal ein, Konter über Konter, als ob Johann Vogel in achtfacher Ausführung mitgespielt und acht Mal gelb-rot gesehen hätte. Gegen den Verdacht, dass es sich bei unserem Torkasten um ein junges schwarzes Loch handelte, spricht, dass Señor Raphael nicht von diesem verschluckt worden ist. Sicherheitshalber kontaktierten wir Prof. Bienlein, der aber den Weg in den Hardhof nicht gefunden hat. Aber wie anders als in astronomischer Währung liesse sich eine derartige Hirnfinsternis beschreiben? Ich weiss es nicht! Haben die isländischen Weinbrenner ihr erstklassiges Produkt in unsere isotonischen Getränke geschüttet? Hat sich Walthers Unstern (vier Matchbälle nicht verwertet, Tennismatch verloren) unserer Nummero Dieci an die Fersen geheftet? Zürnten die Sportgötter aufgrund der interdisziplinären Aufstellung (vulgo: Sodomie) mit dem Eishockeyfetzen Arne Ramholt im Sturm?

Das Fragen, Zettern, Jammern und Hadern nutzt nichts. Grêmio baut ab. Dass in diesem Spiel die Notnägel am wenigsten rosteten, ist bedenklich. Dimitri, der in seiner bescheidenen Art meinte, er hätte zuwenig Puste für Fussball, erfreute das eiskunstläuferisch geschulte Auge mit seinen Biellmann-Pirouetten (Ball bei Fuss). Eine generöse Offerte wäre wohl angebracht. Ebenso freute das Sportlerherz Arnes Teilnahme: nicht ganz so stilsicher wie mit Knüppel und Helm, spielte er dennoch ein gute Partie mit viel Einsatz und schönen Szenen. François köpfelte in der zweiten Halbzeit den Ball am Tor vorbei, sorgte damit nichtsdestotrotz für ein herzhaftes „Ou!“ in den Zuschauerrängen.

Es darf gehofft werden: bevor Butch-Terminator Lou Pablo vor Luki den Hut zog, hatte er sich durchaus interessiert am Spiel gezeigt. In seinem Bett, so wissen wir von gut unterrichteten Quallen, liegt stets ein Ball für eine insomnie joyeuse bereit. Mit Leonardo und Finn Andri werden dem 60jährigen Técnico Karpf gleich zwei weitere Edelreservisten zur Verfügung stehen, wenn uns die Puste aus- und die Lust vergeht.

Résummé: wer den Gegner im Töltschritt zu sieben Toren kommen lässt, hat nix anderes verdient, als nächste Weihnachten in Arnarvatnsheiði oder Brekkulækur mit ein paar hundert Schafen zu verbringen. Vielleicht hülfe der Meggelgeruch in der nächsten Saison der Verteidigung, die gegnerischen Stürmer auf Distanz zu halten. Wahrscheinlicher aber würden wir bloss wieder auf die Hörner genommen, ci vediamo, cornuti!

In diesem Sinne Feierabend.
#16

[1] Schneider, Helge: Die blaue Lagune. Auf: Schneider, Helge. Es Rappelt im Karton. 1995.
[2] Name der Redaktion bekannt

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