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logo Grande Zurigo 25.06.2017 3:47 UhrGrêmio
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Grêmio SPIELBERICHT:
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GREMIO - Atletico Bernina 6:5

1:3 zur Pause, 1:5 eine halbe Stunde vor Schluss, 6:5 bei Abpfiff. In den zwanzig explosivsten Minuten seiner Existenz schoss Grêmio fünf Tore für die Ewigkeit.

Egal ob Mailand oder Milandia, sagte sich Grêmio nach zwei schmerzhaften Niederlagen im laufenden Championnat und fuhr guten Mutes nach Greifensee, um im Nachtragsspiel gegen Atlético Bernina einen Sieg einzufahren. Die Voraussetzungen für ein Gelingen der Mission im Oberländer Industriegebiet waren denn auch erfüllt: Mit 20:15 Uhr eine Anspielzeit, die sie nicht mal unsere Superleague kennt, einen der potentiellen Grêmio-Spielkultur angemessenen Rasen, Einzelduschkabinen im Garderobencontainer und Silvan im Team, dem sein Schottland-Trikot Version 1989 sichtlich Flügel verlieh.

Hälfte eins präsentierte sich als repräsentative Zusammenfassung der letzten Partien: Kullerbälle, die ihren Weg ins Grêmio-Netz finden, vom Schiri stur verweigerte Penaltys, unzufriedene Aussenläufer und intensives Trainieren des Anstosses nach Gegentreffern: 3:1 für Atlético. Immerhin gestaltete sich die Pause als unterhaltsam. Schwäsi verleugnete plötzlich lautstark seine langjährige Karriere als Manndecker und forderte den Platz des freien Mannes im Mittelfeld (er nahm schliesslich auf der Bank Platz), und Erni gab Renan die erste Lektion seines Dialetto-Puglieso-Konversationskurses "Warum schissts mi aa bi Grêmio". Schliesslich sprach man sich doch ein bisschen Mut zu, klatschte in die Hände, ging in Hälfte zwei und kassierte unmittelbar zwei weitere Treffer.

Was folgte, sollte D.T. Karpf ein paar Tage später, nach genauer mentaler Rekonstruktion der Geschehnisse, als "schönste 20 Minuten der Vereinsgeschichte" und der durch Abwesenheit glänzende Präsi als "Wunder von Milandia" bezeichnen". Fünf Tore in zwanzig Minuten nach 1:5-Rückstand; die Idee sprengte das Vorstellungsvermögen der Grêmio-Spitze.

Initialzündung zum Grêmio-Höhenflug war wohl das Umdrehen des Schalters am Flutlichtmasten der Migros-Sportanlage. Atlético war wie gelähmt, Grêmio stürmte und drängelte plötzlich aufs Übelste:

Minute 55: Renan humpelt mit vermeintlichem Verdacht auf Mittelfussbruch vom Spielfeld. Edel-Joker Gerard bleiben genau dreissig Sekunden, um seinen Treffer zum 2:5 zu erzielen und dem wiedergenesenen Renan wieder Platz zu machen.

Minute 60: Renan wird seinem Ruf als schnellster Mann auf fünf Meter zwischen Hafen Riesbach und Pelourinho gerecht, erläuft sich einen zu kurz geratenen Rückpass auf den Atlético-Hüter und schiebt zum 3:5 ein.

Minute 67: Grêmio riecht endgültig Lunte und schiesst aus allen Lagen. Ein Strafraumgetümmel vom Feinsten. Die Grêmisten scheitern drei Mal an Goalie oder Pfosten, bevor Felix den Ball mit dem Kopf über die Linie drückt. Erni wäre mit dem Fuss zur Stelle gewesen, wie er später klarstellt.

Minute 72: Jonas nützt eine der wenigen Situationen im eigenen Strafraum zu einer 50-Meter-Massvorlage auf Silvan, der, nur von einem Bernina-Verteidiger verfolgt, Richtung Tor stürmt. Silvan nimmt den Ball mit der Brust mit und trifft mit einem Gewaltsschuss aus 17 Metern in die linke obere Torecke. Tor des Jahres: 5:5!

Minute 75: Freistoss Karpf aus dem rechten Couloir, Strafraumhöhe. Die Baur-Variante klappt. Scharfe Hereingabe auf Francois, der vom Penaltypunkt in links unten einschiebt: 6:5.

Fige Renggli
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